Drei Wege zu deinem Ritual: Nimm eines, das wir zusammengestellt haben, geh von einem Moment aus oder bau dein eigenes aus einzelnen Teilen.
Write It OutFür die Gedanken, die auf Papier lauter sind.
Your Sign, LitLass sie brennen. Finde dein Zeichen.
Two FlamesZwei Lichter auf einem Tisch, sonst nichts.
Quiet HourFür die Stunde, in der niemand etwas von dir braucht.
First KeyEin Stein fürs Fensterbrett, eine Glocke für die neue Tür.
Evening of CardsKarten auf Holz, eine Kerze daneben und Fragen, die dir gehören.
10 min · Anleitung
Sieben Farben, eine nach der anderen angezündet.
Sieben Lichter ist für einen langsamen Abend in Farbe. Du stellst sieben Kristallkerzen in eine Reihe, von Rot bis Violett, zündest sie nacheinander an, einen Atemzug für jede, und bleibst sitzen, solange ein Räucherstäbchen brennt. Du brauchst keinen Glauben und kein Vorwissen, nur eine halbe Stunde, einen stillen Raum und eine hitzefeste Unterlage.
Das Wort Chakra ist Sanskrit und heißt einfach "Rad". In den tantrischen Traditionen des mittelalterlichen Indien beschrieben Lehrer Punkte entlang des Körpers, oft als Lotusblüten gemalt, auf die man sich in der Meditation richtete. Ein einziges System gab es nie. Verschiedene Texte zählten verschieden viele, mit eigenen Namen, Lauten und Bildern.
Das System, das die meisten heute kennen, mit sieben Punkten vom unteren Ende der Wirbelsäule bis zum Scheitel, geht vor allem auf einen Sanskrit-Text zurück: das Ṣaṭ-cakra-nirūpaṇa, das Pūrṇānanda 1577 schrieb. 1919 übersetzte der britische Richter Sir John Woodroffe es unter dem Namen Arthur Avalon ins Englische, in dem Buch The Serpent Power. Über dieses Buch kam die Idee in den westlichen Yoga, in die Theosophie und später in die Esoterik-Bewegung der 1970er-Jahre.
Der Regenbogen kam zuletzt. In den indischen Texten hat jede Lotusblüte ihre eigenen Farben, und die folgen nicht dem Spektrum. Die ordentliche Reihe Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo, Violett hat der Westen im 20. Jahrhundert ergänzt, verbreitet über Yogastudios und Kristallläden. Was du heute Abend anzündest, ist also ein modernes Bild über einer alten Tradition.
Farbe braucht Licht, um gesehen zu werden. In einem dunklen Raum, eine nach der anderen angezündet, werden sie zu einem langsamen Gang durchs Spektrum. Das Anzünden gibt dem Abend einen Takt: sieben Flammen, sieben Atemzüge, sieben kleine Pausen.
Wir haben die Sieben-Chakren-Kristallkerzen von Ancient Wisdom gewählt. Es sind große Kerzen im Glas, aus Sojawachs, mit Holzdocht und Kristallen im Wachs, eine Kerze für jede der sieben Farben. Wenn das Wachs herunterbrennt, fangen die Kristalle die Flamme ein. In der heutigen Praxis gehören die Farben zu den Chakren: Rot zur Wurzel am unteren Ende der Wirbelsäule, Orange zum Bauch, Gelb zum Solarplexus, Grün zum Herzen, Blau zur Kehle, Indigo zur Stirn und Violett zum Scheitel. Die Zuordnung ist modern, aber sie gibt der Reihe ihre Ordnung.
Die Kerzen sind für die Farbe da, in ihrer Beschreibung steht kein Duft. Der Duft in diesem Ritual kommt vom Räucherstäbchen, das du wählst. Stäbchen gehören nicht zum Set, nimm eins, das du magst.
Wenn du nah an der Tradition hinter den Chakren bleiben willst, nimm etwas Indisches. Sandelholz ist das Kernholz eines langsam wachsenden Baums aus Indien, seit vielen Jahrhunderten in hinduistischen und buddhistischen Tempeln verbrannt. Es riecht weich, cremig und holzig. Nag Champa ist die süße, blumige Mischung aus Champaka-Blüte und Sandelholz, die viele aus dem Yogakurs kennen. Satya rollt sie seit den 1960er-Jahren in Bangalore von Hand. Viele empfinden beide als ruhig und vertraut.
Wir haben den Duft offen gelassen, weil das Stäbchen deine Uhr ist: Das Ritual dauert, solange es brennt. Wähl also eins, bei dem du gern zwanzig bis vierzig Minuten sitzt.
Die Chakra-Räucherschale. Eine Schale aus Mangoholz mit leuchtender Emaille und den Chakra-Zeichen, gemacht für deinen Altar. Mangoholz ist Holz, und Holz ist nie feuerfest. Füll die Schale mit Sand, bevor du ein Räucherstäbchen hineinstellst, damit die glimmende Spitze und die Asche das Holz nie berühren. Sand ist nicht dabei, jeder trockene Sand geht.
Chakra-Räucherschale aus Mangoholz
Der Aschefänger in sieben Farben. Ein langer, schmaler Halter aus Mangoholz, bemalt in denselben sieben Farben von Rot bis Violett. Du steckst dein Stäbchen in das Loch am Ende, und die Asche fällt auf das lange Brett.
Aschefänger in den sieben Chakra-Farben
Nimm eins von beiden für dein Stäbchen: den Aschefänger, wenn es schräg liegen soll, die Schale mit Sand, wenn es aufrecht steht. Zusammen ergeben die drei Teile ein Bild: eine Reihe aus sieben Lichtern, ein Faden Rauch und dieselben sieben Farben noch einmal in Holz.
Es gibt dir eine halbe Stunde, in der du Licht ansiehst. Vielen fällt ein Ritual mit klarer Reihenfolge leicht, eins nach dem anderen anzünden, weil es nichts zu entscheiden gibt. Den Rest machen die Farben.
Du kannst es einmal die Woche wiederholen oder immer, wenn ein Abend grau ist. Jedes Mal brennen die Kerzen ein Stück weiter herunter. Schale und Aschefänger bleiben und passen zu jedem Räucherstäbchen, lange nachdem die Kerzen aufgebraucht sind. Und es ist ein schönes Geschenk für jemanden, der Yoga macht und Farbe mag.
Wir wollten ein Farbritual, das ehrlich sagt, woher seine Farben kommen. Die wahre Geschichte finden wir spannender als den Mythos: eine mittelalterliche indische Praxis, übersetzt von einem britischen Richter, neu bemalt im 20. Jahrhundert.
Alle drei Teile sind von Ancient Wisdom, weil Kerzen, Schale und Aschefänger dieselbe Farbpalette haben. Weggelassen haben wir alles, was verspricht, dich "auszugleichen" oder "auszurichten". Sieben Kerzen in einer Reihe brauchen kein Versprechen.
Nein. Du kannst einfach sieben Farben Licht genießen. Die Geschichte ist da, wenn du neugierig bist.
So lange ein Räucherstäbchen brennt, meist zwanzig bis vierzig Minuten.
Nein. Schale und Aschefänger sind dabei, die Stäbchen wählst du. Sandelholz oder Nag Champa passen gut.
Nein. Die Chakren stammen aus indischen tantrischen Texten, die Regenbogen-Reihe hat der Westen im 20. Jahrhundert ergänzt.
Bevor du weiterliest
Und den Mondkalender für die nächsten zwölf Monate.