Drei Wege zu deinem Ritual: Nimm eines, das wir zusammengestellt haben, geh von einem Moment aus oder bau dein eigenes aus einzelnen Teilen.
Write It OutFür die Gedanken, die auf Papier lauter sind.
Your Sign, LitLass sie brennen. Finde dein Zeichen.
Two FlamesZwei Lichter auf einem Tisch, sonst nichts.
Quiet HourFür die Stunde, in der niemand etwas von dir braucht.
First KeyEin Stein fürs Fensterbrett, eine Glocke für die neue Tür.
Evening of CardsKarten auf Holz, eine Kerze daneben und Fragen, die dir gehören.
10 min · Anleitung
Wenn der Himmel am dunkelsten ist, zünde dein eigenes Licht an.
Das New Moon Ritual gehört der einen Nacht im Monat, in der kein Mond am Himmel steht. Du legst ein Tuch aus, zündest eine Holzdochtkerze an, hinter der ein kleiner Selenit-Turm leuchtet, lässt ein wenig Salbeirauch aufsteigen und schreibst drei Dinge auf, die du beginnen willst. Den Zettel hebst du bis zum Vollmond auf. Und die Gewohnheit, Dinge bewusst anzufangen, behältst du.
Bei Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne. Seine helle Seite zeigt von uns weg, und für ein, zwei Nächte ist nichts von ihm zu sehen. Das passiert etwa alle 29,5 Tage.
Viele Kalender beginnen den Monat bis heute hier. Im jüdischen Kalender wurde der neue Monat, Rosch Chodesch, früher ausgerufen, sobald Zeugen nach den dunklen Nächten die erste schmale Sichel gesehen hatten. Im islamischen Kalender beginnt der Monat noch heute mit dem Sichten dieser Sichel, dem Hilal.
Das „Neumond-Ritual“, wie viele es heute machen, ist jünger. Es ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus moderner Hexenkunst und Astrologie entstanden. Dort wurde der Neumond zur Nacht der Vorhaben und der Vollmond zur Nacht des Loslassens. Die Worte sind neu. Der Rhythmus darunter ist sehr alt.
In einer mondlosen Nacht ist die Kerze das Licht, das du selbst mitbringst. Darum geht es in diesem Ritual. Wenn der Himmel am dunkelsten ist, zündest du dein eigenes Licht an. Die Flamme gibt dem Abend einen Anfang. Solange sie brennt, bist du im Ritual. Wenn du sie löschst, bist du fertig.
Wir haben die Holzdochtkerze von Greenman im Duft „Wolf's Moon“ gewählt. Sojawachs in grünem Apothekerglas, mit Korkdeckel und Kordel. Der Docht ist ein flacher Holzstreifen statt Baumwolle. Ein Holzdocht knistert leise beim Brennen, ein bisschen wie ein kleiner Kamin. Und das Glas hält die Flamme zusammen. Das ist wichtig, wenn du direkt daneben schreibst.
Greenman beschreibt „Wolf's Moon“ in drei Noten: Nachtluft, Zeder und kühler Stein. Stell dir vor, du trittst in einer klaren Winternacht vor die Tür. Kalte Luft, eine alte Zederntruhe, eine Mauer, die nach Sonnenuntergang abgekühlt ist. Ein dunkler, klarer Duft, kein süßer.
Zeder ist seit jeher ein Holz der Tempel. Die Bibel erzählt, dass Salomo seinen Tempel mit Zedern aus dem Libanon baute, und auch in vielen nordamerikanischen Traditionen wird die Zeder geehrt. Viele empfinden Zedernnoten als ruhig und erdend. Wir haben „Wolf's Moon“ gewählt, weil er nach genau der Nacht riecht, für die dieses Ritual gedacht ist.
Der zweite Duft ist der schwarze Salbei. Das Bündel riecht nach dunklen Kräutern, nach Harz und nach etwas Trockenem, dunkler und krautiger als weißer Salbei. „Schwarzer Salbei“ ist ein Handelsname, und die Pflanze dahinter ist nicht immer dieselbe. Deshalb beschreiben wir ihn nur über seinen Duft. Du zündest die Spitze an, lässt sie kurz brennen, bläst sie aus und lässt einen dünnen Rauchfaden aufsteigen. Rauch vor einem Ritual ist eine der ältesten Gesten überhaupt, vom Weihrauchfass in der Kirche bis zur Bauernküche. Hier sagt er dem Raum einfach: Gleich fängt etwas an.
Der Selenit-Turm. Selenit ist eine weiche, milchige Form von Gips, benannt nach Selene, der griechischen Göttin des Mondes. Der Turm ist klein, etwa 5 cm, und steht hinter der Kerze. Brennt die Flamme davor, leuchtet der Stein von innen. In einer Nacht ohne Mond ist das dem Mondlicht auf deinem Tisch am nächsten. Die Vorstellung, Selenit „lade“ andere Steine auf, ist modern. Wir mögen ihn für sein Leuchten.
Das Bündel schwarzer Salbei. Getrocknet und gebunden, 15 cm lang. Es ist der Rauch des Rituals: ein paar Minuten, auf einer feuerfesten Schale, während du dich ans Schreiben machst.
Das Altartuch Sonne und Mond. Ein schwarzes Baumwolltuch, 50 × 50 cm, mit Fransen und einem Silberdruck aus Sonne, Mond und Planeten. Leg es aus, und jeder Tisch wird zum Altar.
Zusammen erzählen die Teile eine einfache Geschichte. Das Tuch ist der Nachthimmel. Der Stein steht für den Mond, der fehlt. Der Rauch öffnet den Abend, und die Kerze ist dein eigenes Licht im Dunkeln. Das Papier hält fest, was du beginnen willst.
Bündel schwarzer Salbei, 15 cm
Einen festen Abend im Monat, an dem du entscheidest, was als Nächstes kommt. Drei Zeilen auf Papier und eine Kerze reichen, damit aus einem vagen Wunsch etwas wird, das du einmal ausgesprochen hast.
Du kannst es zu jedem Neumond wiederholen, zwölf- oder dreizehnmal im Jahr. Das Tuch, der Turm und das Kerzenglas bleiben. Ist die Kerze aufgebraucht, gibt es eine Nachfüllung. Über ein Jahr werden die gefalteten Zettel zu einer kleinen Chronik dessen, was du angefangen und was du behalten hast.
Und es ist ein schönes Geschenk. Für die Freundin, die immer weiß, was der Mond gerade macht.
Wir wollten ein Neumond-Ritual, das nach Nacht aussieht. Also ein dunkles Tuch, ein kühler Duft und ein Stein, der leuchtet. Keine süße Kerze, kein Berg aus Kristallen.
Die Kerze ist von Greenman, weil ihre Holzdochte knistern und ihre Düfte klingen wie ein Spaziergang im Wald. Selenit-Turm, schwarzer Salbei und Altartuch kommen von Ancient Wisdom, einem britischen Haus, dem wir bei Natursteinen und Altarstücken vertrauen. Jedes Teil hat eine Aufgabe, und man sieht, welche.
Nein. Wenn du eine Kerze anzünden und drei Zeilen schreiben kannst, kannst du dieses Ritual machen.
Etwa zwanzig Minuten.
Nimm die Nacht davor oder danach. Neumond sind ein paar dunkle Nächte, nicht eine Minute.
Nein. Kerze und Zettel sind das Herz des Rituals. Der Rauch ist ein Weg, anzufangen.
Ja. Für jemanden, der dem Mond folgt, ist es eines unserer liebsten Geschenke.
Bevor du weiterliest
Und den Mondkalender für die nächsten zwölf Monate.